{"id":3201,"date":"2024-07-04T12:47:35","date_gmt":"2024-07-04T10:47:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturkirche2025.de\/?post_type=mi-dates-events&#038;p=3201"},"modified":"2026-04-04T18:36:25","modified_gmt":"2026-04-04T16:36:25","slug":"advents-und-mysterienspiel","status":"expired","type":"mi-dates-events","link":"https:\/\/kulturkirche2025.de\/en\/veranstaltungen\/advents-und-mysterienspiel\/","title":{"rendered":"Advents- und Mysterienspiel"},"content":{"rendered":"\n<p>Herzliche Einladung zum Advents- und Mysterienspiel von Gertrud Wimmer<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Auff\u00fchrung am Samstag, den 21. Dezember um 19:00 Uhr in St. Antonius<\/em><\/strong> (nach der dortigen Vorabendmesse)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Advent- und Weihnachtsbotschaft ber\u00fchrt uns jedes Jahr neu. Die bekanntesten Motive entnimmt sie der lukanischen Kindheitsgeschichte Jesu mit den beliebten Krippenspielen, die Kinder und Erwachsene gleicherma\u00dfen ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die matth\u00e4ische Geschichte von der Abstammung und Kindheit Jesu kommt dagegen kaum in den Blick. Sie ist mit Ausnahme der Magiergeschichte auf das Verst\u00e4ndnis Erwachsener angewiesen. Wenn das Evangelium vom Stammbaum Jesu in der adventlichen Liturgie am 17. und am 24. Dezember (vor dem Heiligen Abend) verk\u00fcndet wird, ist der Verk\u00fcnder froh, wenn er die lange Reihe der fremdklingenden Namen einigerma\u00dfen fehlerfrei \u00fcber die Lippen bringt und das Evangelienbuch wieder aus der Hand legen kann. Wer aber gut hinh\u00f6rt oder genau hinschaut, staunt \u00fcber manche Besonderheit, vor allem die Einf\u00fcgung von vier Frauen in die lange M\u00e4nnerliste: Es handelt sich um Tamar, Rahab, Rut und Batseba, von denen Rut und Batseba Heidinnen waren. Es war nur in Ausnahmef\u00e4llen gebr\u00e4uchlich, Stammm\u00fctter&nbsp; zu erw\u00e4hnen. \u201eUnsere\u201c vier Frauen verbindet ein notvolles Schicksal, aber ein unglaubliches Standing, um es mit einem modernen Wort auszudr\u00fccken. Matth\u00e4us scheut sich nicht, ihnen Maria in ihrer gef\u00e4hrdeten Mutterschaft zur Seite zu stellen. Unser Spiel hebt diese Frauengeschichten besonders hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei n\u00e4herem Hinsehen entdecken wir nicht nur die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Geschichten dieser Frauen mit ihrem beherzten Glauben und Handeln, sondern da\u00df die \u201eStammbaum-komposition\u201c des Matth\u00e4us eine Art Ouvert\u00fcre seines gesamten Evangeliums ist. Darin kommt die Vorliebe Jesu f\u00fcr die S\u00fcnder sehr deutlich zum Ausdruck und die Erfahrung, da\u00df Gott die krummen Wege der Menschen gerade macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer das Alte Testament mit den breit ausgefalteten Texten \u00fcber die Stammv\u00e4ter und Stammm\u00fctter nachliest, st\u00f6\u00dft auf sehr krumme Wege des Menschen, auf Schuld und S\u00fcnde. Matth\u00e4us scheut sich nicht, uns den Idealk\u00f6nig David in seiner tiefsten Verstrickung zu zeigen. Dem Anspruch der g\u00f6ttlichen Verhei\u00dfung verweigert sich auch der sp\u00e4te Davidnachkomme Ahas. Die aus vielf\u00e4ltiger Not geborenen Irrwege des Menschen werden nicht unterschlagen und nicht besch\u00f6nigt. Erst mit dem neutestamentlichen Paar, Josef und Maria, bahnt sich eine Wende an, hin zum messianischen Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir finden im Stammbaum nicht blasse Heiligenfiguren vor, sondern lebendige Menschen, die vielfach in Not geraten oder von Schuld belastet sind, die aber trotzdem ihren festen Platz im g\u00f6ttlichen Heilsplan haben \u2013 von Gott nicht verworfen, sondern geliebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Zuschauer <\/em>sind als Gemeinde in das Spiel einbezogen, wenn sie die Adventlieder mitsingen und sich in den Gestalten der Heilsgeschichte selbst wiedererkennen k\u00f6nnen \u2013 <em>\u201eseht doch auf eure eigene Berufung, Schwestern und Br\u00fcder, da gibt es nach menschlichem Ma\u00dfstab nicht viele Weise, nicht viele M\u00e4chtige, nicht viele Hochgeborene. An euch selbst k\u00f6nnt ihr ablesen, da\u00df Gott das erw\u00e4hlt, was klein, schwach, verachtet und t\u00f6richt ist\u2026 (Zitat des Evangelisten<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p>Damals wie heute ist H\u00f6rbereitschaft gefragt. Nicht m\u00e4nnliche Aktivit\u00e4t rettet beispielsweise Josef,&nbsp; den Mann Marias aus seiner gro\u00dfen Verlegenheit, sondern sein gl\u00e4ubiges H\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Qualit\u00e4t dieses Spiels, <strong>das f\u00fcr Kinder wenig geeignet ist,<\/strong> spricht, dass es auch nach vielen Jahren f\u00fcr Darsteller:innen und Zuschauer:innen gleicherma\u00dfen spannend und mitrei\u00dfend ist. Das Laienspiel-Ensemble, dessen Mitglieder fast alle aus der Gemeinde St. Antonius kommen, werden es in diesem Advent zum letzten Mal auff\u00fchren. Sie sind damit viele Jahre lang durch das halbe Bistum gereist. Es kehrt somit am <strong>21. Dezember 2024<\/strong> nach St. Antonius zur\u00fcck, wo es seine Premiere erlebte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ensemble freut sich sehr dar\u00fcber, dass das Spiel zu den Angeboten von <strong><em>Kulturkirche 2025<\/em><\/strong> geh\u00f6rt. Kantor Matthias B\u00f6hm wird es musikalisch begleiten. Der Zeitrahmen ist eine Stunde. Es wird danach noch eine adventliche Begegnung angeboten und die M\u00f6glichkeit, mit den Spielern ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzliche Einladung zum Advents- und Mysterienspiel von Gertrud Wimmer Auff\u00fchrung am Samstag, den 21. Dezember um 19:00 Uhr in St. Antonius (nach der dortigen Vorabendmesse) Die Advent- und Weihnachtsbotschaft ber\u00fchrt uns jedes Jahr neu. Die bekanntesten Motive entnimmt sie der lukanischen Kindheitsgeschichte Jesu mit den beliebten Krippenspielen, die Kinder und Erwachsene gleicherma\u00dfen ansprechen. 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