Europäische Bergrede und Bergpredigt

IM Programm Prayers and angels

Ber­ge haben in vie­len Kul­tu­ren und Reli­gio­nen eine beson­de­re Bedeu­tung – sie sind Orte spi­ri­tu­el­ler Erfah­run­gen. Das Bestei­gen eines Ber­ges wird häu­fig als Meta­pher für das Über­win­den per­sön­li­cher Her­aus­for­de­run­gen und geis­ti­gen Wachs­tums ver­wen­det. Es sym­bo­li­siert die Anstren­gung und den Weg zu neu­en Erkennt­nis­sen und Selbst­ver­wirk­li­chung. Die phy­si­sche Anstren­gung des Auf­stiegs kann als Spie­gel­bild der inne­ren Kämp­fe und Erfol­ge im Leben betrach­tet wer­den. Ein Gip­fel­er­leb­nis bedeu­tet daher nicht nur den phy­si­schen Höhe­punkt einer Wan­de­rung, son­dern auch einen spi­ri­tu­el­len und emo­tio­na­len Höhe­punkt, der zur Selbst­re­fle­xi­on und inne­ren Klar­heit führt.
Die Aus­sicht von einem Berg­gip­fel bie­tet außer­dem eine ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, Abstand vom All­tag zu gewin­nen und grö­ße­re Zusam­men­hän­ge zu erken­nen. Die­se Weit­sicht hat nicht nur ästhe­ti­sche, son­dern auch sym­bo­li­sche Bedeu­tung. Sie steht für Klar­heit, Per­spek­ti­ve und die Fähig­keit, das gro­ße Gan­ze zu sehen. Indem man auf das Tal hin­ab­schaut, gewinnt man buch­stäb­lich und meta­pho­risch einen neu­en Blick­win­kel auf das Leben, was zu tie­fen spi­ri­tu­el­len Erkennt­nis­sen und gro­ßen Visio­nen füh­ren kann.
Das Nar­ra­tiv des Pur­ple Path „Alles kommt vom Berg her“ fasst die viel­fäl­ti­gen Ein­flüs­se zusam­men, die Ber­ge seit jeher auf das mensch­li­che Leben und die Zivi­li­sa­ti­on haben. Von der Bereit­stel­lung lebens­wich­ti­ger Res­sour­cen wie Was­ser und Mine­ra­li­en über kul­tu­rel­le und spi­ri­tu­el­le Inspi­ra­ti­on bis hin zur wirt­schaft­li­chen und öko­lo­gi­schen Bedeu­tung spie­len Ber­ge eine zen­tra­le Rol­le in der Ent­wick­lung und Gestal­tung mensch­li­cher Gesell­schaf­ten. Das Erz­ge­bir­ge ist ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel dafür, wie Ber­ge als kul­tu­rel­les Gut die Iden­ti­tät und das Leben einer Regi­on prä­gen kön­nen. Die rei­che Berg­bau­tra­di­ti­on hat nicht nur die wirt­schaft­li­che Grund­la­ge der Regi­on geschaf­fen, son­dern auch ein­zig­ar­ti­ge For­men der Volks­kunst her­vor­ge­bracht. Auch die land­schaft­li­che Schön­heit und die kul­tu­rel­le Viel­falt des Erz­ge­bir­ges sind Nähr­bo­den für gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung und tra­gen zur ein­zig­ar­ti­gen Iden­ti­tät und dem Zusam­men­halt der Men­schen bei.
Euro­päi­sche Wur­zeln rei­chen von anti­ken Zivi­li­sa­tio­nen über mit­tel­al­ter­li­che Tra­di­tio­nen bis hin zu moder­nen Ein­flüs­sen. Die­ses viel­fäl­ti­ge Wur­zel­ge­flecht schafft eine wich­ti­ge Grund­la­ge, die Raum für Aus­tausch und Inspi­ra­ti­on bie­tet. Euro­pa teilt gemein­sa­me Wer­te wie Demo­kra­tie, Men­schen­rech­te und inter­kul­tu­rel­le Viel­falt, die das Fun­da­ment für ein fried­li­ches und soli­da­ri­sches Zusam­men­le­ben bil­den.

Die Euro­päi­sche Berg­re­de ist ein For­mat, das schon als „Berg­pre­digt“ im Bid­book auf­ge­führt und in der Pro­gramm­li­nie „Gebe­te und Engel“ fest ver­an­kert ist. Impuls­re­den über euro­päi­sche Ver­bun­den­heit, Frie­den, Soli­da­ri­tät und Ver­söh­nung brin­gen Men­schen in der Regi­on zusam­men, um in einem gemein­sa­men Mit­ein­an­der den Fra­gen nach ver­bin­den­den und ver­bind­li­chen Wer­ten nach­zu­ge­hen. Die­se Impul­se von Den­kern, Phi­lo­so­phen, Kul­tur­kri­ti­kern und Theo­lo­gen sol­len dazu bei­tra­gen, unse­re Fra­gen und Sehn­süch­te nach einem kon­ti­nen­ta­len, fried­vol­len und demo­kra­ti­schen Mit­ein­an­der aus einer natio­na­lis­ti­schen Enge in eine euro­päi­sche welt­of­fe­ne Wei­te hin­aus­zu­he­ben.
Den Aus­füh­run­gen der Refe­ren­ten folgt immer auch ein Dia­log: Aus­tausch über das Gehör­te, Gesprä­che und die Suche nach mög­li­chen Ant­wor­ten ver­bin­det die Euro­päi­schen Berg­re­den nicht nur unter­ein­an­der, son­dern auch die Men­schen der Regi­on, die sich der Sehn­sucht nach euro­päi­schen Grund­wer­ten in einem Dia­log stel­len. Nur durch den Aus­tausch über die­se gemein­sa­men Idea­le kön­nen Ver­ständ­nis und Zusam­men­halt gestärkt und eine Refle­xi­on über die his­to­ri­schen Ent­wick­lun­gen und ihre Aus­wir­kun­gen auf die heu­ti­ge Zeit ermög­licht wer­den.

Die Meta­pho­rik des Ber­ges spielt hier­bei eine viel­sei­ti­ge und tief­grün­di­ge Rol­le. Sie spie­gelt phy­si­sche Her­aus­for­de­run­gen und Erfol­ge, spi­ri­tu­el­le und inne­re Rei­sen sowie die Sym­bo­lik der Bestän­dig­keit und Stär­ke wider. Und sie erzählt von der Hoff­nung auf Weit­sicht, Grenz­über­win­dung und neu­en Per­spek­ti­ven.


Euro­päi­sche Berg­pre­digt und Euro­päi­sche Berg­re­de gehö­ren zum Begleit­pro­gramm des Kunst- und Wan­der­we­ges Pur­ple­Path. Bis 2025 sol­len an ver­schie­de­nen Orten in Chem­nitz und der Regi­on Euro­päi­sche Berg­pre­dig­ten und Berg­re­den gehal­ten wer­den.

Aus­ge­hend vom Pro­gramm Pray­ers and Angels eta­blie­ren wir die Euro­päi­sche Berg­pre­digt in Got­tes­diens­ten und die Euro­päi­sche Berg­re­de in Vor­trä­gen und ande­ren öffent­li­chen For­ma­ten.

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